© Hallischer Hanseverein e.V. (aktualisiert: 08.12.2019)
Verein zur Förderung der Hansekultur in Halle an der Saale
Hanswappen des Vereins

Halle - eine Hansestadt

1281-1479 / seit 2001

Ketlins Stempel
Hallewappen

Hansetheater

Seit der Gründung der Theatergruppe, die zuerst unabhängig von der Hanse agierte, bis heute, ist viel geschehen. Inzwischen sind die Urväter aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr dabei. Einige hatten keine Lust mehr, andere wollten als Mittelaltergruppe eigenständig bleiben. Auch die Gruppe selbst veränderte sich sehr. Von den einstigen Mitgliedern 2010 sind heute noch Michael, Jürgen, Elvira und Sylvia dabei. Auch hier gab es Fluktuationen aus Mangel an Zeit oder man musste sich von jemanden verabschieden, der die Gruppe zu spalten drohte. Wie auch immer, nach 10 Jahren benannte sich die Gruppe in Hansetheater um und alle Mitglieder sind inzwischen im Hanseverein. Geschichte kann man darstellen durch Publikationen, Videos oder sogar durch Theaterstücke. So ist der Hanseverein in der glücklichen Lage eine eigene Theatergruppe zu haben, bei der einige Darsteller sowohl Hansemitglieder, als auch nur Theaterbegeisterte sind. Zu jedem Hanse- und Salzfest wird ein Stück aus der unmittelbaren Geschichte der Stadt dargestellt. Die kleine Gruppe mit dem seltsamen Namen hat aber auch einige Sketche im Repertoire, die sie gerne mal interessierten Leuten oder Vereinen auf verschiedenen Veranstaltungen zeigt. Im Mittelpunkt steht meist Erasmus von Halberstadt, der schon in dem Mittelaltercomic Der Hanse- kaufmann sein „Unwesen“ treibt sowie die Hansemagd Ketlin. So sind die Namen der Stücke Programm und reflektieren tatsächliche Geschichte und/oder die Sagenwelt Halles. Neben fiktiven Figuren gibt es auch reale Personen, die zu jener Zeit gelebt haben, wie zum Beispiel Paul Fleischhauer, einem Ratsmitglied der Zeit des 15. Jahrhunderts, in der vornehmlich fast alle Stücke spielen. Aber auch Stücke wie Der Meuchelmörder “, bei dem das Publikum den Mörder selbst erraten soll, oder frivole Geschichten, die in humorvoller, zweideutiger Weise Episoden aus zwei ehemaligen Bordellen in jener Zeit (Tittenklapp und Finkenflucht) in harmloser Weise darstellen, gehören zum Programm. Auch ein Theaterstück mit musikalischen Elementen „ Der Tourist “ wurde in der Saline bei einer Führung aufgeführt.
Hauptfigur der meisten Stücke ist Erasmus von Halberstadt, ein Salzhändler der Stadt Halle, der, wie der Name schon sagt, aus dem Harz kommt. Er ist durchtrieben, immer auf Profit gedacht und den Weibern nicht abholt. Immer wieder bringt er auch die Stadt durch seine abenteuerlichen Machenschaften in Bedrängnis.
In der Rolle steckt Michael Waldow, der sich die Rolle auf den Leib schrieb. Er ist der Leiter der Truppe, schreibt die Stücke, spielt und führt Regie.
Ramona von Quedlinburg, die Haushälterin Erasmus‘ ist nicht immer Verbündete des Salzhändlers, tratscht sie doch oft mit ihrer Freundin Kathrin von Steinbrück herum und kann auch mal den guten Mann zum Wahnsinn treiben. Doch Erasmus hat auch einen guten Kern und behält sie trotzdem in seinem Haus, kann sie doch vorzüglich kochen.
In der Rolle steckt Sylvia Waldow, die Ehefrau des Stückeschreibers. Eigentlich wollte sie einst nie mitspielen und schon gar keine Rollen sprechen. Mittlerweile hat sich das geändert und sie hat sogar eine eigene mittelalterliche Kochreihe.
In der Rolle steckt Jürgen Seilkopf, zweiter Vorsitzender des Hallischen Hansevereins e.V. Er liebt es in verschiedene Rollen zu schlüpfen und noch mehr die Leute zu veralbern. Da lässt er sich nicht nehmen als Bettler auch mal zu erschrecken. Justus von Dölau ist ein lieber Kerl. Er ist Patrizier und Freund von Erasmus, nimmt aber zu gern auch kleine „Spenden“ von Erasmus an, um ihn im Rat der Stadt zu protegieren. Um Erasmus einen Streich zu spielen, tut er sich zu gern auch mal mit Betlin und Ketlin zusammen.
Betlin, die Magd, wurde als Baby vor die Türe des Erasmus gelegt. Die Muhme Agnes zog diese zu seiner Magd heran. Als sie größer wurde, weihte sie Erasmus in kaufmännischen Geheimnisse ein. Sie wusste dies auszunutzen und wurde Pächterin der Ausspanne „Zu den drei Schwänen“. Seitdem ist sie mehr oder weniger selbstständig. Sie ist selbst Ziehmutter des Findelkindes Bea, die zur Hansemagd Ketlin der Stadt Halle wurde.
In der Rolle steckt Sandy Wohlleben, die auch tatsächlich leibliche Mutter von Sophie ist, die die Hansemagd verkörpert. Die passionierte Pferdeliebhaberin tritt meist in Nebenrollen auf und beschützt dann ihre Ziehtochter, die im richtigen Leben ihre ganze Liebe und Prinzessin ist. Mit M. Waldow arbeitet sie auch an den Projekten der MSW-Welten.
Felicitas von Eisleben ist eine Seele von Mensch, aber gegenüber Erasmus auch ziemlich robust. Sie lässt sich nicht viel von ihm sagen und weist ihn auch mal schnell zurecht. Ansonsten kümmert sie die Welt nur, wenn es unmittelbar sie betrifft. Den Menschen gegenüber ist sie freundlich, kann sich aber auch durchaus unterhaltsam durchsetzen.
In der Rolle steckt Felizitas Weiland, wenn man so will ein Neuzugang. Sie lernt gerade mit sich und den Rollen umzugehen und hat sich schon wacker geschlagen. Sie hat Erfahrung im Umgang mit jungen Menschen und heißt nicht Schreck.
Paul v. Fleischhauer ist ein Ratsmitglied in mehr oder weniger hohen Positionen, der meist demagogisch auftritt und nur am Geld und den Spesen interessiert ist, die ihm die Hansekaufleute als Schutzobolus zukommen lassen. So dreht er seine Meinung stets nach dem Wind und ist dem tatsächlichen Krämer und Ratsmitglied Paul Fleischhauer nachempfunden, der 1479 eine unrühmliche Rolle in Halle spielte und die Stadt mit an den Erzbischof verriet.
In der Rolle steckt Wolfgang Fleischer, der Citygemeinschaftsmanager und Vorsitzende des Hallischen Hansevereins e.V., der gern mal die Rolle des geldgierigen Ratsmitglieds übernimmt und sich einen Spaß daraus macht, den Mann überspitzt darzustellen, oft sehr zur Freude des Publikums.
Agnes ist eine Kräuterfrau, die sich ab und zu um Erasmus kümmert und einst Betlin aufzog, als man sie vor Erasmus‘ Haus fand. Sie ist ständig auf der Suche nach seltenen Kräutern. Sie selbst weiß nicht, wie alt sie ist und sagt dann immer: „Auf einmal war ich da.“ Über ihre jungen Jahre spricht sie nicht und hat sie wahrscheinlich längst vergessen. Sie mag Bea, die Ziehtochter Betlins sehr und ist oft für sie da.
In der Rolle steckt Beatrix Thieme, im wirklichen Leben die Oma von Sophie Wohlleben (Ketlin, die Hansemagd). Sie ist meist etwas schüchtern und hält sich im Hintergrund, doch macht es ihr Spaß bei der Truppe mit Tochter und Enkelin mitzumachen.
Asgard ist ein geheimnisvoller Fremder, der plötzlich aus dem Norden kommend auftaucht und einen untrüglichen Beweis hat, dass er der leibliche Vater von Betlins Ziehtochter Bea ist. Er sagt Bea heiße eigentlich Ketlin und so nimmt die Hansemagd wieder ihren angeborenen Namen an. Mit Erasmus hat er so seine Probleme, der legt sich immer wieder mit Asgard an, kann ihm aber aufgrund seiner Statur kaum das Wasser reichen.
In der Rolle steckt Christian Schurig, der normalerweise Pferde trainiert. Durch seine Lebensgefährtin, die die Rolle der Betlin spielt, kam er mit zur Truppe, bekam einen riesigen Hut aufgesetzt und wurde zu Asgard. Ob er sich in der Rolle wohlfühlt, weiß niemand, aber ihm bleibt auch nicht viel übrig.
Ritter v. Lyon und Leon
Die Figuren der Theaterstücke aus der Alten Hanse
In der Rolle steckt Wolfgang Fleischer, der Citygemeinschaftsmanager und Vorsitzende des Hallischen Hansevereins e.V., der gern mal die Rolle des geldgierigen Ratsmitglieds übernimmt und sich einen Spaß daraus macht, den Mann überspitzt darzustellen, oft sehr zur Freude des Publikums.
MSW Logo
In der Rolle steckt Sophie Wohlleben, die schon einige Video- und Theatererfahrung hat. Bea, später dann die Hansemagd Ketlin, ist ein Findelkind, das von Betlin (ebenfalls ein Findelkind), aufgezogen wird. Später stellt sich anhand ihrer Kette heraus, dass sie einst Ketlin hieß. Da ihre Mutter Wirtin in einer Ausspanne ist, wird sie von Kaufleuten in der Hansezeit scherzhaft Hansemagd genannt. Später wird sie von Erasmus dazu offiziell ernannt. Ketlin kann durch ihre Schläue oftmals die Streiche des Erasmus entschärfen oder auch gegen ihn verwenden. Beide sind aber eigentlich ein Herz und eine Seele.
Ein Gerücht sagt wohl mehr über den aus, der es verbreitet, als über den es verbreitet wird. Erhard Blanck
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