© Hallischer Hanseverein e.V. (aktualisiert: 03.10.2019)
Verein zur Förderung der Hansekultur in Halle an der Saale

Halle - eine Hansestadt

1281-1479 / seit 2001

Hanseblätter des Hallischen Hansevereins
Gibt es den ersten Hallenser?
Leider liegt vieles der Geschichte Halles im Dunkeln und es ist zweifelhaft, ob es den ersten Hallenser wirklich gab oder sogar geben konnte. Die Übergänge von den ersten Slawendörfern (Dobregora) zur weiteren Besiedlung bis zur Stadt waren wohl eher fließend. Aber es gibt den ersten überlieferten Hallenser mit Namen Hazecho. In der Vita Lambert (vor 1190 geschrieben), heißt es, dass dieser reiche Bürger eines Tages den damaligen Giebichensteiner Erzbischof Adelgot besuchte und auf seinen Weg dahin eine glühende Egge vom Himmel kommen sah. Er informierte den Bischof, dieser überzeugte sich davon und das Kloster Neuwerk wurde just an dieser Stelle gebaut (heute Gelände Neuwerk 7/8, Bibliothek). Es sollte das mächtigste Kloster von Halle für die nächsten 400 Jahren bis zu Erzbischof Albrecht werden und konnte sogar während der zahlreichen Interdikte in Halle zum Beten genutzt werden. Das Wappen des Klosters zeigte fortan eine goldene Egge auf blauem Grund. Übrigends die Glocke „Susanna“ aus dem Neuwerk kam 1541 nach Magdeburg in den Dom, wo sie heute noch ist. 1702 wurde sie umgegossen und enthälteine Handvoll Dukaten aus der hand König Friedrichs I. Der Glocke wurden im Mittelalter Wunderkräfte zugeschrieben. Quelle: Schultze Gallera - Das mittelalterliche Halle Bd. I
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